Firefighter kämpfen an der Mosel

Ediger-Eller

Firefighter kämpfen an der Mosel

aktualisiert: 02.07.2014, 16:31 Uhr

Klettern, laufen, zielen, schlagen – so lassen sich die Hauptaufgaben der "Firefighter Combat Challenge" zusammenfassen, eines Wettstreits, der am Wochenende zum ersten Mal an der Mosel ausgetragen wird.

Wehrleute aus aller Welt kommen am Wochenende zur "Firefighter Combat Challenge" nach Ediger-Eller. Dort messen sie ihre Kräfte.
Wehrleute aus aller Welt kommen am Wochenende zur "Firefighter Combat Challenge" nach Ediger-Eller. Dort messen sie ihre Kräfte.
 

Von unserem Mitarbeiter Patrick Grosse

An fünf Stationen, die nacheinander absolviert werden, werden typische Situationen einer Rettungsaktion der Feuerwehr simuliert. Wer am schnellsten und zielsichersten ist, gewinnt die Firefighter Challenge. In Zusammenarbeit mit der US-Airbase Spangdahlem veranstaltet das Restaurant "Zum Kaffeeklatsch" den Wettbewerb von Freitag bis Sonntag in Ediger-Eller.

Der Wettbewerb entstand nach 1975, basierend auf einer US-amerikanischen Studie. Diese nannte die fünf häufigsten Aufgaben für Feuerwehrleute: Treppen steigen, einen Schlauch mit einem Seil hochziehen, mit einem Hammer schlagen, einen mit Wasser gefüllten Schlauch ziehen und einen Menschen retten. Seitdem werden diese fünf Aufgaben in den fünf Stationen des Wettbewerbs nachgestellt. Den ersten öffentlichen Wettkampf gab es im Jahr 1991 in den USA. Seit 2007 macht die Firefighter Combat Challenge auch in Deutschland halt.

Teilnehmen können nicht nur Feuerwehrleute, sondern jeder, der sich der Herausforderung stellt. Dennoch warnt der Veranstalter vor der hohen gesundheitlichen Belastung. Ein ausgiebiges Training müsse einer Teilnahme vorausgehen. Des Weiteren wird eine ärztliche Untersuchung empfohlen, da der Parcours mit Schutzausrüstung und Atemschutzmaske absolviert wird. Dazu verlangen die Veranstalter einen qualifizierten Nachweis.

207 Personen haben sich für die Einzelwertung angemeldet. Sie kommen aus der ganzen Welt. Die meisten Teilnehmer sind aus Deutschland. Viele kommen allerdings auch aus den USA, aus Frankreich oder England. Der Wettbewerb hat mittlerweile einen so großen Stellenwert erreicht, dass Teilnehmer auch eine weite Anreise auf sich nehmen.

Außer der Einzelwertung wird es auch die Tandem- und Staffelläufe geben. Dort treten jeweils mehrere Personen gemeinsam im Team an. Im Tandemlauf wagen sich zwei Personen gemeinsam auf den Parcours. 82 Paare haben sich dafür angemeldet. Zum Staffellauf haben sich 37 Gruppen mit jeweils fünf Personen vormerken lassen. Auch sie kommen aus aller Welt.

Der Wettbewerb läuft über drei Tage, von Freitag bis Sonntag. Der erste Tag ist der "Orientierungstag". Teilnehmer können sich ab 17 Uhr anmelden und erhalten im Anschluss einen Überblick über die Wettkampfstrecke. Erstteilnehmer erhalten letzte wichtige Informationen.

Am Samstag und Sonntag sind die eigentlichen Wettbewerbstage. Samstags beginnen um 9.30 Uhr die Einzelläufe. Am Sonntag um 10 Uhr beginnen die Tandem- und Staffelläufe. Am Abend folgt jeweils unmittelbar auf die Wettbewerbe die Siegerehrung. An beiden Wettkampftagen bieten die Veranstalter ein attraktives Rahmenprogramm für Besucher. Abgesehen von einem einem Angebot für Kinder, werden Aussteller ihre Stände aufbauen. Spiele der Fußballweltmeisterschaft werden ebenfalls übertragen. Gäste sind herzlich willkommen und können an allen Tagen den Wettbewerb verfolgen. Der Rekord der Männer liegt übrigens zurzeit bei 79 Sekunden, der Rekord der Frauen bei 108 Sekunden. Das Wochenende wird zeigen, ob diese Rekorde an der Mosel gebrochen werden. Dieser Wettbewerb ist nichts für schwache Nerven. Für Teilnehmer und Zuschauer wird es ein besonderes Erlebnis werden.