Wasser marsch beim Feuerwehrlauf

Ediger-Eller

Wasser marsch beim Feuerwehrlauf

Der zehnte war wohl der bisher wärmste Feuerwehrlauf in Ediger-Eller. Viel Wasser verbrauchten die Rettungskräfte auf der fünf und zehn Kilometer langen Strecke. Barbara Wehr aus Leverkusen und der Dortmunder Oliver Kischlat waren die schnellsten.

Abkühlung hat beim 10. Feuerwehrlauf in Ediger-Eller jedem Teilnehmer gut getan – auch Franz Josef Westhöfer von der Freiwilligen Feuerwehr Faid. Foto: Holger Teusch
 
Wasser marsch heißt es nicht nur beim Löscheinsatz, auch beim letzten Rennen zum Deutschen Feuerwehrlaufcup in Ediger-Eller war das kühle Nass heiß begehrt. Teilweise in wenigen Metern Abstand standen in dem Doppelort die Gartenduschen, um den Teilnehmern bei etwa 35 Grad im Schatten ein wenig Kühlung zu verschaffen. In der größten Hitze des Tages kamen 66 Läufer ins Ziel.

Kurioserweise sei es in den Weinbergen nicht am heißesten gewesen. "Da hat ein bisschen Wind geweht. Schlimmer war es unten", erklärte Gerd Schauf das Phänomen. Der 37 Jahre alte Lokalmatador von der Freiwilligen Feuerwehr Ediger-Eller musste sich über zehn Kilometer in 41:46 Minuten nur Oliver Kischlat geschlagen geben. Der Dortmunder Berufsfeuerwehrmann war in 38:57 Minuten der einzige, der bei der Hitze unter 40 Minuten blieb. Dritter wurde in 44:11 Minuten mit Michael Comes ein weiterer Feuerwehrmann aus Ediger-Eller. Bei den Frauen gewann wie bei den Männern mit Barbara Wehr in 49:38 Minuten die Vorjahressiegerin. Angesichts der Bedingungen brauchte die 28-jährige Leverkusenerin rund drei Minuten länger für die Strecke, als 2015.

Die hohen Temperaturen sorgten für einen Teilnehmersturz. Nur 66 Läufer kamen über zehn Kilometer und im erstmals angebotenen Fünf-Kilometer-Lauf ins Ziel. Auf der kurzen Distanz gewannen Feuerwehrlauf-Premieren-Sieger Stephan Servaty (FF Mesenich/20:58) und die erst elfjährige Katharina Treis (FF Ediger-Eller/29:53). Der Schwung in der Feuerwehrlaufszene sei etwas raus, resümierte Rudolf Franzen.

Einen Aufschwung erhofft sich das Ediger-Ellerer Laufurgestein dadurch, dass 2017 Dortmund statt dem hessischen Michelbach zum Deutschen Feuerwehrlaufcup gehören. Das könne in Nordrhein-Westfalen vielleicht neues Interesse wecken und einen Aufschwung bringen, von dem auch der Feuerwehrlauf in Ediger-Eller als letzte Station des Cups profitieren könne.

Holger Teusch