Großübung in Cochem: Feuerwehr und DRK proben den Ernstfall

Cochem

Großübung in Cochem: Feuerwehr und DRK proben den Ernstfall


Kevin Rühle aktualisiert: 21.05.2017, 18:38 Uhr

Rettungskräfte aus Cochem-Zell und den umliegenden Kreisen haben am Samstag die aktuelle Sperrung der beiden Röhren des Kaiser-Wilhelm-Tunnels für eine groß angelegte Evakuierungsübung genutzt. Etwa 250 Helfer beteiligten sich an dem Einsatz, zwei Beteiligte verletzten sich tatsächlich. Mit der Großübung soll sichergestellt werden, dass das Rettungskonzept rund um den Tunnel zwischen Cochem und Ediger-Eller funktioniert und so der Betrieb der Bahnstrecke freigegeben werden kann. Kreisfeuerwehrinspekteur Berthold Berenz, Leiter der Übung, zeigte sich nach dem Einsatz grundsätzlich zufrieden. Allerdings hakte es noch bei der Zufahrt der Fahrzeuge auf die Bahnstrecke.

 
 
„Ich bin mit der Zusammenarbeit der Einsatzkräfte sehr zufrieden, das hat klasse geklappt“, resümierte Berenz nach Ende der Übung. Allerdings muss aus Sicht des Kreisfeuerwehrinspekteurs bei einigen technischen Einrichtungen seitens der Bahn nachgebessert werden. „Das Auffahren der Fahrzeuge muss optimiert werden. Es hat eine Stunde gedauert, bis wir im Tunnel waren“, sagte Berenz. Das Problem: Die Feuerwehr eilt nun nicht mehr mit speziellen Fahrzeugen, die auf den Gleisen fahren können, zum Einsatzort. Die Bahn hat dazu neben und zwischen den Gleisen eine Fahrbahn gebaut. Um diese zu erreichen, muss die Feuerwehr nun allerdings bei Queren der Gleise Stahlplatten auslegen. Dies dauerte aus Sicht der Feuerwehr zu lange – auch weil zu wenige dieser Platten zur Verfügung stehen. Kleinere Probleme gab es zudem mit dem Rohrsystem, welches die Feuerwehr im Tunnel mit Wasser versorgt. Offenbar wurde ein falscher Druckminderer verbaut, trotzdem funktionierte die Wasserversorgung laut Berenz „einwandfrei“. „Hier muss allerdings nachgebessert und noch mal getestet werden, bevor ich eine Freigabe erteilen kann.“
Von unserem Redakteur Kevin Rühle
 

Die neue Technische Einsatzleitung in Cochem-Zell

Bei Großeinsätzen soll eine Technische Einsatzleitung (TEL) die verschiedenen Gruppen (Feuerwehr, DRK, THW) koordinieren. Hier laufen alle Informationen zusammen. Teamleiter ist Christoph Hallebach.

Die TEL unterrichtet den Einsatzleiter und den Landrat. Zukünftig, ab Juli, wird das Team im Katastrophenfall von einem eigenen Fahrzeug aus unabhängig von Infrastruktur vor Ort arbeiten können. Das entsprechende Fahrzeug für 400.000 Euro wird bald geliefert. Das Team war mit dem Verlauf der Übung zufrieden. ker